Ozon - das Gas mit den zwei Seiten
- Was ist Ozon?
- Ozonwirkung auf die Bevölkerung
- Bewertung der Gesundheitlichen Schädigung
- Bleibende Gesundheitsschäden
- Wie soll man sich schützen?
Wie soll man sich schützen?
Nachfolgend erhalten Sie konkrete praktische Ratschläge, wie Sie sich und Ihre Familie bei erhöhten Ozonwerten am besten schützen. Dabei wird zwischen drei Stadien der Ozonkonzentration unterschieden:
1. Ozonkonzentration über 120 bis etwa 180 Mikrogramm pro Kubikmeter:
Schwache Menschen
Personen mit Atemwegs- oder Kreislauferkrankungen, ältere Menschen und schwangere Frauen sollten am Nachmittag zwischen 12 und 18 Uhr auf körperliche Aktivitäten (Sport, intensive Gartenarbeit, Radfahren) nach Möglichkeit verzichten. Solche Tätigkeiten sollten auf den Vormittag oder in die Abendstunden verlagert werden.
Kinder
Sie können im Freien spielen. Meistens stellen sie ihre spielerische Aktivität instinktiv von selbst auf die konkrete Belastungssituation ein. Sie sollten jedoch von Erwachsenen nicht zu besonders anstrengenden Aktivitäten (Wettlauf, Ballspiele o. ä.) animiert werden. Zeigen sich Zeichen einer Hyperreagibilität gegenüber Ozon bei ihnen (Reizungen der Augenbindehaut oder der Nasenschleimhäute, Husten oder Atembeschwerde), muss die Spielzeit im Freien, zumindest am Nachmittag, eingeschränkt werden.
Erwachsene
Gesunde Erwachsene - ausgenommen solche, die besonders empfindlich auf Ozon reagieren - können sich ungehindert im Freien bewegen. Von besonders belastenden körperlichen Aktivitäten (intensiver Ausdauer- oder Wettkampfsport) sollte während der Nachmittagsstunden aber Abstand genommen werden.
Blonde
Hellhäutige, blonde Menschen, vorwiegend Frauen, reagieren möglicherweise schon jetzt mit Augenreizung auf die Ozonbelastung. Durch Auflegen kühler, angefeuchteter Tücher kann man die Beschwerden lindern; auch das Einträufeln von Augenöl hilft. Kamillepräparate sollten nicht angewendet werden; sie reizen im Gegenteil die Augen zusätzlich.
Auto
Bedenken Sie, dass die Ozonbelastung überwiegend eine Folge der durch Autoabgase freigesetzten Schadstoffe ist. Vermeiden Sie daher bitte unnötige Fahrten mit dem PKW, damit es nicht noch schlimmer wird.
2. Ozonkonzentrationen über 180 bis etwa 240 Mikrogramm pro Kubikmeter:
Schwache Menschen
Kranke Personen, vor allem solche mit Atemwegs- oder Herzkreislauferkrankungen, ältere Menschen und schwangere Frauen sollten in den Nachmittagsstunden den Aufenthalt im Freien möglichst meiden. Körperliche Anstrengungen sind unbedingt zu unterlassen.
Kinder
Vor allem Kleinkinder sollten sich an diesen Tagen nachmittags höchstens für ein bis zwei Stunden im Freien aufhalten. Anstrengende Spiele und sportliche Aktivitäten sind generell - auch im Rahmen der Schule oder des Kindergartens - zu vermeiden. Treten Hustenanfälle oder Atemnot auf, dem Kind sofort ein nasses Taschentuch vor den Mund halten.
Erwachsene
Gesunde Erwachsene, die sich im Freien aufhalten, sollten ab Mittag auf jede unnötige körperliche Anstrengung verzichten. Dazu gehört auch das sonst so gesunde Radfahren.
Wer beruflich auf das Fahrrad angewiesen ist, sollte bei längeren Fahrten eine Schutzmaske ("City Maske") mit entsprechendem Schutzfilter tragen. Solche Schutzmasken sind im Fachhandel (ab ca. 30 Euro) erhältlich.
Sportler
Fanatische Jogger z.B. sollten bedenken, dass sie während ihres Trimm-Trabs bis zu zehnmal mehr Luft "verbrauchen" als in Ruhe. Dementsprechend steigt die Ozonmenge, die sie während des Laufens aufnehmen.
Mit Gesundheit hat das dann nichts mehr zu tun. Wer es unbedingt nicht lassen will, sollte die frühen Morgenstunden nutzen, um seinen Dauerlauf zu absolvieren.
Auto
Lassen Sie Ihr Kraftfahrzeug stehen und steigen Sie für den Weg zur Arbeit oder in die Stadt auf den öffentlichen Nahverkehr um.
Die Abgase, die Ihr PKW am Morgen produziert, erzeugen das Ozon, das Ihre Kinder am Nachmittag einatmen.
3. Ozonkonzentration über 240 Mikrogramm pro Kubikmeter:
Alle Personen
Bei stark erhöhten Ozonwerten empfiehlt es sich für alle, die sich nicht unbedingt im Freien aufhalten müssen, tagsüber, vor allem aber nachmittags in geschlossenen Räumen zu bleiben.
Die Räume, in denen man sich zumeist aufhält, sollten morgens und abends ausgiebig durchgelüftet werden; während des Tages die Fenster geschlossen halten.
Auto
Wer jetzt noch mit seinem Fahrzeug, vielleicht sogar ohne geregelten Katalysator, in die Stadt fährt, verstößt grob gegen seine eigene Gesundheit und die seiner Mitmenschen.
Bedenken Sie, dass die Smogbelastung gerade diejenigen am meisten trifft, die sie oft nicht unmittelbar verursachen - Kinder, Kranke, ältere Menschen und werdende Mütter. Auch wenn sie mit ihrer Autofahrt kein Gesetz übertreten, so handeln Sie doch rücksichtslos!
Für alle gilt, das körpereigene Immunsystem intakt zu halten, es zu stärken und vor möglichen Schädigungen durch eine erhöhte Ozonbelastung zu bewahren. Dazu gehören eine ausgewogene, eiweiß- und vitaminreiche Ernährung, die Zuführung einer ausreichenden Flüssigkeitsmenge (mindestens 1,5 Liter an heißen Tagen in Form von Mineralwasser oder Säften) und eine Einschränkung des Alkoholkonsums. Das Rauchen, ohnehin eine permanente Belastung der Atemwege, kann die Lungenwirkung des Ozons nur noch verstärken. Es ist in jedem Fall besser, es zu lassen. Schränken Sie es wenigsten an Tagen mit stark erhöhter Ozonbelastung ein.










